Dotiert at 10 k Katharina shells, convertible in the South Seas. With Oak Leaf Clusters and Swords. Conches and Mollusks
In order to lend the prize the proper authenticity and gravitasit ought, maybe, be awarded first to the man whose savantry it evokes. Since i am instituting the prize it is herewith awarded to Peter Handke,winner of the Buechner, Thomas Mann, Kafka, Heine and too manyprizes to count some of which he then accepted even though hesaid about ten years ago that he would accept no more prizes. Little ones he says he like, like the Kafka Prize.
I have it from a most intimate source that he can wake up at night:
"Nobel, Nobel, wo bleibst du? Warum flirtest du nur mit mir?"
THE TIME HAS COME THAT THE PRIZE IS MORE HONORED BY IT BEING GIVEN TO HANDKE THAN HANDKE HIMSELF ACTUALLY WINNING IT, THUS
Mülheim. Mit 24 Jahren hat der Mülheimer „Kaspar“ das rätselhafte Findelkind Kaspar Hauser bereits um drei Jahre überlebt. Die Premiere im Theater an der Ruhr war 1987. Seither war dasStück von Peter Handke in der Inszenierung von Roberto Ciulli auf vier Kontinenten unterwegs.
Gerade ist das Ensemble aus Madrid zurückgekehrt. Dort war das Theater mit der Inszenierung beim 28. „Festival de Otoño en primavera“ in Madrid eingeladen.
/muelheim/Roberto-Ciullis-Kaspar Autoritäres ErziehungsmodellRoberto Ciullis Bilanz fällt erfreulich aus: „Es war sehr gut in Madrid“, sagt der Theaterleiter. Es sei ein großes europäisches Festival mit Theater, aber auch mit Tanz. Die Aufführung vom Theater an der Ruhr habe insgesamt große Aufmerksamkeit erfahren, besonders von den Medien. Ciulli freut sich über eine vielfältige Resonanz in Beiträgen und Artikeln, wo u.a. von einem kosmopolitischen Theater auf „höchstem künstlerischem Niveau“ gesprochen wird. Vier Mal wurde Kaspar in Spanien gespielt und „war immer sehr gut besucht für eine deutsche Vorstellung“, sagt Ciulli. In Madrid gebe es eine starke deutsche Kolonie, „die waren alle da“. 80 Prozent des Publikums war spanischsprachig, so liefen die Vorstellungen mit spanischer Übertitelung.
Handkes Kaspar ist heute noch immer aktuell: Es geht um das autoritäre Erziehungsmodell einer konservativen Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt auf der Sprache: Was passiert, wenn eine ganze Gesellschaft die Sprache verliert? „Natürlich funktioniert das Stück besonders in Ländern sehr gut, in denen ein autoritäres Regime herrscht“, weiß Ciulli. So traf es den Nerv der tunesischen Zuschauer beim Festival „Journées théâtrales de Carthage“ in Tunis Ende 2009 – ein Jahr vor der Jasmin-Revolution mit ihren umwälzenden Ereignissen.
Andere Ereignisse werfen in Mülheim ihre Schatten voraus. Zurück im Theater geht’s weiter mit den Proben für eine Inszenierung, die Ciulli mit dem Ensemble aus Texten des Literaturnobelpreisträgers Luigi Pirandello erarbeitet. Und zum Abschluss der Saison stehen vom 14. bis 17. Juli die Weißen Nächte an.
27/05/11 Drei Dutzend Interessenten am Donnerstag (26.5.) für Peter Handke – aber doch ein Abend mit vielen Anregungen im Solitär des Mozarteums. Erst eine Diskussion, und dann las Dörte Lyssewski aus der Erzählung „Die linkshändige Frau“.
VON HARALD GSCHWANDTNER
Sigrid Löffler, Grande Dame der deutschsprachigen Literaturkritik, outete sich schon zu Beginn des Abends als „Handke-Fan der ersten Stunde“. Indem sie wiederholt auf die Wahrnehmungsfähigkeit und Sensibilität des Autors hinwies, auf jene „säkularen Pilgerfahrten“ und „Bedeutungsmomente im Unscheinbaren“, die für diese Texte so kennzeichnend sind, wusste sie Schneisen zu schlagen ins zusehends übersichtlicher werdende Dickicht der Publikationen.
Einen Widersacher im Detail fand Löffler wiederholt in Malte Herwig, dessen Handke-Biographie „Meister der Dämmerung“ (DVA) 2010 erschienen ist. Im Gegensatz zu den erklärten Anhängern stehe er Handkes Werk mit „treusorgender Ironie“ gegenüber, wollte im Gespräch „Distanz und Sympathie“ gleichermaßen walten lassen.
Vervollständigt wurde der Kreis vom Münchner Autor Ernst-Wilhelm Händler, der vor allem Handkes Anteil an einer spezifisch österreichischen sprachkritischen Tradition stark machte und seine Poetik im zeichentheoretischen Spannungsfeld als Kontrast zu jener Konrad Bayer zu erhellen suchte.
Von der Literaturkritikerin Ina Hartwig umsichtig geführt, schritten die passionierten Handke-Leser in der Folge zentrale Themenkomplexe und Entwicklungslinien dieses umfassenden Werks ab – vom frühen „Popliteraten“ und „schrulligen“ Konsum- und Kulturkritiker war hier ebenso die Rede wie von der seltsamen „Menschenleere“ (Löffler) in Handkes Texten. Allesamt Medienprofis, fanden die Diskutanten stets sichere Wege zwischen philologischer Fundierung und unterhaltsamem Plauderton.
Als die Runde abschließend ins biografische Spekulieren abglitt und Hartwigs Versuche, die anfangs gestellte Frage noch einmal ins Spiel zu bringen, zusehends erlahmten, geriet die ästhetisch-literarische Qualität und Wirkung der Texte, über die zu sprechen man sich vorgenommen hatte, freilich etwas aus dem Blick. Anstatt das Verhältnis von Vater, Mutter und Sohn aufzurollen, hätte man vielleicht zielführender Handkes vor allem für das Frühwerk so charakteristische und Schriftstellerkollegen prägende innovative Erzählverfahren benennen können. Ein dadurch eventuell zu verschreckendes Laienpublikum war ja ohnehin nicht anwesend.
Den zweiten Teil des Abends bestritt Dörte Lyssewski mit einer Lesung von Handkes Erzählung „Die linkshändige Frau“, dieser faszinierenden Geschichte eines schmerzhaften Individuationsprozesses angesichts gesellschaftlicher wie familiärer Rollenbilder. Warum man just diesen 35 Jahre alten Text wählte? Die Frage stellte sich nicht, denn die Burgschauspielerin verstand es auf beeindruckende Weise, das Werk durch umsichtige Kürzungen so zu straffen. Was zuvor im Abstrakten erörtert worden war, wurde hier nur allzu deutlich: dass es sich, wie Klaus Seufer-Wasserthal in seiner Einführung so emphatisch wie zweifellos korrekt angemerkt hatte, bei Handke wohl um den „wunderbarsten Dichter Österreichs“ handle.
Doch woran lag es, dass all diese klugen Handke-Kenner – abgesehen von Veranstaltern und Personal – nur gut drei Dutzend Zuhörer fanden, die in den weiten Sesselreihen des Solitärs etwas verloren wirkten? Ist man des Autors nach seinen medialen (und oft ungeschickten) Positionsnahmen in Bezug auf Serbien überdrüssig geworden? Lag es am unwirtlichen Hagelwetter kurz vor Veranstaltungsbeginn? Oder etwa an den gerade für Unentschlossene doch abschreckend wirkenden Eintrittspreisen? Jedenfalls nicht an dem, was geboten wurde.
Gerade Lyssewskis Lesung wird selbst gestandenen Handke-Lesern in Erinnerung bleiben
Zuletzt aktualisiert: 18.05.2011 um 09:21 UhrKommentare
Kinder lesen Handkes Wünsche auf
Zum heutigen Griffner Schülerlesefest: Wie alles begann und wie sein Patron, Schriftsteller Peter Handke, aus der Nähe wie aus der Ferne für Verbesserungen und "gute Aufregung" sorgt.
Was macht man, wenn ein berühmter Schriftsteller in der Schule seiner einstigen Heimatgemeinde vorbeischaut? Man bittet ihn, etwas vorzulesen.
Peter Handke aber wollte nicht lesen - die Schüler sollten an seiner statt aus seinen Werken vortragen. Das taten sie - und so entstand vor einigen Jahren in einem kleinen Klassenzimmer der Wunsch, unter dem Schlossberg das Lesen zu einem Fest werden zu lassen.
Gemeinsame Suche
Gemeinsam suchten Kinder, Lehrer und Handke nach einem Motto für das Fest, erinnert sich Hauptschuldirektorin Lieselotte Pleschiutschnig. "Wir haben lange gesucht - aber er war mit gar keinem Vorschlag richtig zufrieden." Also schickte der Schriftsteller seinen Vorschlag. Und dass "Muss ich lesen? Soll ich lesen? Darf ich lesen?" damals wie heute passt, bestätigt Pleschiutschnig gerne: "Manchmal müssen unsere Schüler etwas lesen und wollen nicht, ein anderes Mal würden sie gerne etwas lesen, das sie gerade nicht lesen dürfen und manchmal fällt ihnen die Auswahl schwer: Soll ich lesen oder etwas anderes tun?"
Handkes Wunschautoren
Was sie lesen sollen, will Handke den zehn Lesern, die heute antreten, auch gar nicht vorschreiben - einen Wunsch für Griffens Lesefeste hat er über seinen langjährigen Freund Valentin Hauser aber ausrichten lassen - den nach mehr anspruchsvollen Werken namhafter Autoren. "Beispielhaft nannte Peter Handke die Namen Christine Lavant, Ingeborg Bachmann, Michael Guttenbrunner und Gert Jonke", so Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner, Sprecher der Griffner-Lesefest-Jury über die heuer 35 Titel-fassende Vorschlagsliste der Jury. Die Liste sei lediglich als Anregung gemeint - "ein gemeinsames Bemühen um ein möglichst hohes Niveau".
Literatur aus Kärnten
Eine Vorgabe wurde seitens der Organisatoren heuer aber gemacht: "Die Schüler müssen Literatur aus Kärnten - Prosa oder Lyrik - vorlesen", so Pleschiutschnig. Die Schüler von Isolde Fellner-Wröhlich, Organisatorin und Deutschlehrerin an der Hauptschule Griffen, haben die vorgeschlagenen Texte indes "sehr unterschiedlich aufgenommen". "Viel hängt auch von der Motivation der Lehrer ab, die Begeisterung für die Texte zu wecken", so Fellner-Wröhlich über die geleistete Vorarbeit im Unterricht. Und nicht zuletzt hänge es auch von der Fähigkeit der Schüler ab, die Texte zu lieben.
Après cinq ans de silence, l'écrivain autrichien revient en force avec trois livres. Romancier, scénariste, dramaturge, essayiste, il est toujours là où on ne l'attend pas.
«J'écris avec la respiration, pour découvrir le sacré, celui de la vie», commente Peter Handke. (Louis Monier/Rue des Archives)
Pour rejoindre son refuge, il faut dépasser l'alignement des pavillons à meulières ombragés par les lilas, emprunter une allée assombrie plantée de hauts thuyas, patienter devant le portail vaguement bleu. Au loin, c'est la massive forêt de Meudon, sous un premier soleil de printemps. Si Horace avait eu son Lebedos, Handke a déniché là, voici une vingtaine d'années, son havre d'écriture, après avoir définitivement quitté sa Carinthie, séparé de Paris «par une croupe de collines boisées». Un vrac d'objets mal identifiables, de tablettes, d'outils, d'autres babioles de plastique, fait du jardin protégé un drôle d'endroit romanesque, sur lequel veille une espèce de haut-relief en bois représentant les trois rois mages, reproduction fidèle d'une sculpture moyenâgeuse de l'église de Griffen, son bourg natal. C'est ici qu'il a écrit la plupart de ses ouvrages, depuisEssai sur la journée réussie. Marcheur infatigable, flâneur attentif, Peter Handke prend parfois la fantaisie de franchir la tendre Bièvre et de traverser champs et sentiers pour rejoindre Port-Royal-des-Champs, carnet de notes en main. D'ailleurs, dans son Don Juan(raconté par lui-même), il fait revenir le séducteur sévillan dans l'ancien fief des jansénistes. Handke ne cache pas son admiration pour ce grand suborneur d'hommes et de femmes, considérant même qu'il «a fait du bien au monde», au point de le considérer «comme un véritable frère». Ce Don Juan très personnel était son dernier livre traduit en français (en 2006), jusqu'à la sortie simultanée de trois nouveaux ouvrages. Auparavant, il avait abordé un autre personnage mythique de l'Occident, Don Quichotte (dans La Perte de l'image ou Par la sierra de Gredos). Handke, et c'est là une de ses vertus cardinales, n'a jamais hésité à prendre le rebours de l'opinion commune, l'envers des doxas bien établies. Quitte à le payer, et même très cher. Il y a cinq ans, il avait suscité une violente polémique après s'être rendu aux obsèques du dirigeant serbe Milosevic, où il avait déclaré : «Je sais ce que je ne sais pas. Je ne sais pas la vérité. Mais je regarde. J'écoute. Je ressens. Je me souviens. Pour cela je suis aujourd'hui présent, près de la Yougoslavie, près de la Serbie, près de Slobodan Milosevic.» Rançon de la colère, solde de son engagement: une de ses pièces est brutalement déprogrammée de la Comédie-Française. Adieu donc le prestigieux Nobel, qu'on lui promettait peu ou prou depuis des années. Dix ans plus tôt, il avait été un des rares intellectuels à avoir condamné les bombardements de l'Otan sur la République serbe, aux côtés de sa compatriote Elfriede Jelinek (prix Nobel de littérature 2004), de son ami le metteur en scène Luc Bondy ou de l'Allemand W.G. Sebald. Dans Mon année dans la baie de Personne, sorte de «prière narrative», le protagoniste, Gregor Keuschnig, ne s'écrie-t-il pas: «Mon époque, mon ennemi»? À propos, l'hostilité vis-à-vis de Handke ne date pas d'aujourd'hui. Au début des années 1990, un critique français, forcément blasé, avait traité ses livres de «blêmitudes», bâclées par un «saturnien soporifique». Pas très élégant envers celui qui quelques années plus tôt avait traduit en allemand le grand Emmanuel Bove (Bécon-les-Bruyères, Mes amis…), René Char, Francis Ponge, deux romans de Patrick Modiano, et même adapté au cinéma La Maladie de la mort, de Marguerite Duras.
«Le langage devenu langage»
On lui doit également d'avoir fait connaître outre-Rhin un des premiers romans de Julien Green, lequel avait fait vœu, au soir de sa vie, d'être inhumé à Klagenfurt, touché par la grâce d'une effigie de la Vierge ; «une des villes les plus nazies d'Autriche», commente Handke, qui y avait passé deux ans, comme pensionnaire dans une institution religieuse, avant d'en être chassé pour avoir lu, à l'âge de quinze ans, Sous le soleil de Satan de Georges Bernanos. «Dès le plus jeune âge, j'ai été infecté par le sang noir du catholicisme», se souvient-il, avec des accents de rage. Et de répéter: «Oui, le sang noir.» Tout cela, et davantage, le journaliste allemand Malte Herwig le rappelle dans la première véritable biographie consacrée à l'auteur deLa Femme gauchère, parue en ce début d'année sous le titre wagnérien (un contresens volontaire?) Le Maître du crépuscule (inédite en français). VIDÉO INA - Peter Handke à propos de La Femme gauchère : Le jardin fleuri de Peter Handke tremblote dans la lumière finissante. On pense à quelques pages tombées de ses Carnets: «Les hortensias mauves du jardin. Le buis dans l'ombre. La marche des merles dans les fourrés. L'arrivée des moineaux (…). L'ébullition du silence.» Commentaire de l'auteur: « La littérature, c'est le langage devenu langage; la langue qui s'incarne. J'écris avec la respiration, pour découvrir le sacré, celui de la vie. Je crois être un romantique décidé, qui rend grâce à la mémoire.» Son état de veille est permanent. Ce qui nous vaut de nombreuses lignes lumineuses, comme: «Une forme d'amour: avec l'aide de l'être aimé réapprendre le mensonge, jeu pour élargir l'existence», ou encore, dans des nuances mélancoliques: «La nuit je ne voudrais plus entendre que des voix de femmes», et plus bucoliquement: «Marche, empilement de quiétude.» Tonalités variées que l'on retrouve dans Hier en chemin. Carnets, novembre 1987-juillet 1990. Et si c'était là que se loge l'essentiel de Peter Handke? Non pas dans ses romans ou récits, ni dans son théâtre capricieux, mais dans ses volumineuses notes amassées jour après jour, heure par heure, constituant sa substantifique moelle littéraire. On le retrouve alors parcourant l'Europe, de Split à Ostende, d'Amsterdam à l'andalouse Ubeda, où est mort saint Jean de la Croix, s'attardant dans l'ombre des églises romanes, en dénudant les objets et les gestes quotidiens, en lançant des syllogismes poétiques. Il y évoque John Keats, le romantique qui voulait une vie de sensations et non de pensées, après avoir évoqué Tokyo sous la neige. Il l'avoue : «Je suis un penseur de l'instantané : je ne suis même que cela. Narrer ne m'intéresse pas, mes intrigues sont masquées, enfouies ; je préfère réaliser, au sens où l'entendait Cézanne». Parus simultanément en français, Kali est un roman noir d'anticipation situé dans une ville dominée par une mine de potasse, où survivent des migrants et une étrange cantatrice bêleuse, alors que la tourbillonnante et inclassable Nuit morave nous entraîne au fond des Balkans, cette terre meurtrie et soumise «à la dictature du temps normal et réel». Une terre revisitée par un écrivain vieillissant auquel il ne reste que la «bravade» pour s'exprimer. La littérature n'est pas tout pour Handke, bientôt âgé de 69 ans, qui a fourbi ses premières armes au milieu des années 1960 avec Les Frelons et Le Colporteur, avant de se faire un nom avec L'Angoisse du gardien de but avant le penalty et le bouleversant Malheur indifférent, requiem dédié à sa mère d'origine slovène. Le théâtre tout comme le cinéma occupent une place de choix dans ses activités. D'ailleurs, son nom sera toujours associé au film de son ami Wim Wenders, Les Ailes du désir (1987), en qualité de scénariste, un film onirique mené par Bruno Ganz, Peter Falk («Colombo» au petit écran) et le rocker Nick Cave. Dans les années 1960, on parlait de pop music; chez Handke, on disait «beat musik». Passionné depuis toujours par Bob Dylan, «le psalmiste», les Kinks, les Stones, il avait cru dans sa jeunesse que le rock «pouvait apporter une véritable démocratie, au-delà des rêves». Depuis, le fan de Creedence a eu le temps de déchanter pour revenir sur ses illusions, même s'il collabore avec le grand songwriter Van Morrison (le père de Gloria). Son dernier opus, qui vient d'être publié en Allemagne, s'intitule Der grosse Fall («la grande chute»): vingt-quatre heures dans la vie d'un acteur désœuvré prêt à commettre un meurtre, et qui tombe opportunément amoureux d'une femme. Un roman, précise-t-il, «sur la dernière vision des choses». De son côté, le compositeur Philip Glass, spécialisé dans la musique répétitive et parfois verbeusement ennuyeuse, travaille sur un opéra inspiré de la pièce de Handke, Traces des égarés . Le titre lui va à merveille. Lui qui aime à dire: «Je suis presque un désespéré», et qui aurait pu chanter, comme Don Giovanni face à Donna Anna: «Qui je suis, tu ne le sauras pas.» Non lo saprai… La Nuit morave de Peter Handke, traduit de l'allemand par Olivier Le Lay, Gallimard, 396 p., 23 €. Kali. une histoire d'avant-hiver de Peter Handke, traduit de l'allemand par Georges-Arthur Goldschmidt, Gallimard, 118 p., 14,50 €. Hier en chemin, Carnets, novembre 1987-juillet 1990 de Peter Handke, traduit de l'allemand par Olivier Le Lay, Verdier, 440 p., 25,50 €.
. weinzierl at die welt whom handke gave his buechner prize money, or part of it,
now the feuilloton chef, who has already reviewed the play, gets the jungk handke arrangement to do the same thing once more, for a couple of hundred euros. and the world falls for it. the play might
be really great, but handke throws the 50 year old friendship with peymann and the agreement with him and the berliner ensemble over board because our superstar wants to be feted at the salzburger festspiele,
and doesn't even know the director!
and a sweet girl from kaernten like milena findeis buys buys buys the new self mythologizer. handke would sell his mother
down the river to: "“As if everyone, all over the world, had his daily visually artistic task; the task of being an image for others.” when will austria grow a brain? "play the game" [?]- but he wants his own game to be the only one in town!
x michael r.
Der Apfelaktivist von Chaville
Treffen im Traumreich der Sprache: Peter Stephan Jungk spricht mit Peter Handke über Obst, Familie und über Handkes großes neues Stück "Immer noch Sturm"
Von Peter Stephan Jungk
Immer noch Streik - die Vorortzüge fahren nur sporadisch. Ich bin sehr verkühlt an diesem kalten, graunebligen Sonntag, sage unsere Verabredung jedoch nicht ab. In den vergangenen Tagen las ich Peter Handkes "Immer noch Sturm", das Theaterstück in Prosaform - aber ist es überhaupt ein Stück, ist es ein Roman, eine Erzählung, ein Tagtraum? Auf einer Heidesteppe im Kärntner Jaunfeld, unter einem Apfelbaum "behängt mit etwa 99 Äpfeln", sitzt oder liegt der Erzähler. Er trägt den Namen "Ich" und zaubert sich sieben seiner slowenischen Ahnen herbei: die Großeltern mütterlicherseits, seine Mutter, sowie die Schwester und die drei Brüder seiner Mutter.
Er lässt sie in den Jahren 1936 bis 1945, und in den späten Fünfzigerjahren an sich vorbeiziehen, sie erzählen ihm in grandiosen Monologen, in spielerischen Dialogen vom Schicksal der slowenischen Minderheit im Süden Österreichs, von ihrer systematischen Unterdrückung, ihrem mutigen Partisanenkampf, der größten und effizientesten Widerstandsbewegung innerhalb der Grenzen des Dritten Reichs. Und kaum war der Krieg vorbei, entpuppten sich die britischen Mitbefreier Österreichs, diese Kalten Krieger, als neue Unterdrücker.
Und so ging es fort, im Grunde bis in die von Kärntner Ortstafelstürmen geprägte Gegenwart hinein. "Immer noch Sturm" ist ein Familienepos, vielleicht Peter Handkes geglücktestes, in jedem Fall sein persönlichstes Stück - ein Werk, das überdies seine frühesten Sprechtheater- und Prosaarbeiten mitschwingen lässt.
"Kommt nicht in Frage", entgegnete Handke, als ich ihn telefonisch um ein Gespräch über "Immer noch Sturm" bat. "Ich will dazu nichts sagen. Sei um zwei Uhr bei mir."
Verspätet treffe ich in Chaville ein - vor dem Gartentor eine Installation: gut zweihundert Wanderstäbe, Stöcke, die er bei seinen täglichen Waldmärschen aufklaubt. "Sieht wie Land-Art aus, findest du nicht", begrüßt mich der Freund und ich umarme ihn nicht. "Bist du krank? Du siehst erbärmlich aus."
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Wir durchqueren den Garten, die drei Apfelbäume (Boskoop, Canada, Reinette) hängen voller Früchte. In der Küche reicht er mir ein Glas heißes Wasser mit Honig; das tut sofort gut. Auf mehreren Tellern das vorbereitete Mittagessen, wir tragen die Speisen in den Wohnraum. Der lange Holztisch war in all den Jahren, in denen Handke hier lebt, noch nie so voll geräumt. Ein geordnetes Chaos aus Tausend Objekten. Nicht so einfach, inmitten dieser Flut aus Gegenständen Platz für Teller, Gläser und Besteck zu finden.
Nach wenigen Minuten beginne ich bereits, meiner Begeisterung über den geglückten "Sturm"-Traum freien Lauf zu lassen. "Was redest du denn so salbungsvoll daher", unterbricht mich mein Gastgeber. Mein Schwärmen hat wohl etwas Linkisches an sich (ist nicht jeder Begeisterungssturm in Wahrheit eher peinlich?); ich zitiere den Kritiker Ulrich Weinzierl, Handke habe mit "Immer noch Sturm" das Versprechen eingelöst, das er einst an den Schluss seines "Wunschlosen Unglücks" gestellt habe: "Später werde ich über das alles Genaueres schreiben."
Handke schüttelt den Kopf: "Aber das habe ich im Roman ,Die Wiederholung' doch längst getan. Und im Stück ,Über die Dörfer' natürlich auch. Unterschwellig schwingt meine Familiengeschichte immer schon mit..." Kein Zufall, dass mehrere Protagonisten seiner Romane den Vornamen Gregor tragen, den Namen seines Onkels Gregor Siutz, der nun in "Immer noch Sturm" zu den Partisanen überläuft. In Wahrheit ist der älteste Bruder seiner Mutter im Oktober 1943 an der russischen Front gefallen, doch im Traum seines Neffen vom idealen Kärntner Freiheitskampf legt sich Gregor einen Tarnnamen zu und zieht in die Wälder.
Ein seltsamer Widerspruch: Handke muss sich der deutschen Sprache bedienen, um kundzutun, wie sehr die slowenische Minderheit darunter zu leiden hatte, ihre eigene Sprache nicht sprechen zu dürfen. Immer wieder tauchen zwar knappe slowenische Dialogstellen auf, aber die Stücksprache ist natürlich Deutsch. So flucht denn etwa der Großvater: "Nie wieder jemand Deitschen hören, mit seiner Luftzerhackersprache, mit seiner Eintongabelstimme, mit seinem Trommelfelldurchstoßbrüllen, mit seinem sonoren Kreide- fresswolfsäuseln. In der Luft zerrissen sollen die Deutschen werden..."
Handke sieht darin keine Unstimmigkeit, denn es gelingt ihm, in einer Zauber-, einer ihm ganz eigenen Traumsprache zu dichten, er verrückt das Gesagte, Gedachte in einen poetischen Zwischenbereich. Und der Humor ist sein ständiger Gast, überhöht und vertieft das Geschehen mit konstant lachenden Augen.
Mein Blick fällt auf eine Schwarzweiß-Fotografie, die zu meiner Linken gegen eine kleine Vase lehnt. Vier Männer und drei Frauen sind da abgebildet. "Eine alte Postkarte?" Ich nehme das Foto zur Hand. "Das sind meine Verwandten, die Figuren meines Stücks, die Großeltern, die Onkel, die Tante, und da, ganz rechts, meine Mutter, 1936, sechs Jahre vor meiner Geburt." Er besitzt diese Aufnahme noch nicht lange, sie stammt aus dem Besitz seines erst vor wenigen Wochen 92-jährig verstorbenen Onkels Jure, der zahlreiche Familiendokumente in einer großen Truhe aufbewahrte, darunter Feldpostbriefe der gefallenen Brüder, und Fotos, Urkunden aller Art. "Warum hat er dir all diese Unterlagen nicht längst gezeigt, nicht längst geschenkt", frage ich. "Er war kein guter Mensch. Ein kalter Mensch. Und ein FPÖ-Abgeordneter noch dazu. Wir konnten wirklich nicht miteinander." Anfang November erscheint "Meister der Dämmerung", Malte Herwigs Handke-Biografie, sie wertet die so lange zurückgehaltenen Papiere erstmals aus.
Handke bedauert, dass es nur wenige Fotos aus seiner Kleinkindzeit und Jugend gibt - erst der erfolgreiche Jungschriftsteller wurde regelmäßig fotografiert und begann, sich in Fotoautomaten selbst abzulichten. In "Immer noch Sturm" überrascht eine Stelle, in der Peter Handke als junger Mann sein eigenes, keineswegs mehr junges "Ich" umkreist, "(ich) gehe um mich herum, umkurve mich, mustere mich, beschaue mich (...) boxe mich in den Bauch", es ist eine der seltsamsten Passagen in diesem an Sonderbarkeiten überreichen Werk: "Vor mir steht ein junger Mann, der bis dahin wohl hinter meiner Mutter verborgen gewesen war. Ich: ,Wer ist denn der da? Was will denn der hier?' - Meine Mutter: ,Du bist es. Du selber. Ist es denn nicht im Älterwerden dein Wunsch, dein großer, dir von früher gegenüberzustehen?'" Diese Stelle habe mich besonders berührt, bekenne ich - und Handke erzählt, den ganzen Schluss des Stücks, vor allem aber diese Selbstumkreisungsstelle erst vor kurzer Zeit geschrieben zu haben, als "Immer noch Sturm" ihm schon längst abgeschlossen zu sein schien: "Das Ende ist ganz neu. Auch dieses nochmalige Auftauchen der gesamten Sippe, am Ende. Zuerst wollte ich unbedingt alles als Tragödie aufhören lassen, nur der Erzähler und Gregor auf der Bühne. Aber so wie es jetzt ist, ist es besser."
Das seltsame Daliegen des Erzählers gegen Ende zu - und wie er sich die Ahnen herbeiträume, das erinnere ihn an den Propheten Jesaja und dessen Traum von der Wurzel Jesse: "Während mein Erzähler seine Vorfahren wiederauferstehen lässt, blickt Jesaja liegend, schlafend, auf die Generation Isais voraus, auf dessen Sohn König David, und weiter, bis hin zu Jesus Christus."
Sorgt er sich nicht, dass die Uraufführung im kommenden Sommer, bei den Salzburger Festspielen, von einem Regisseur inszeniert werden wird, den er persönlich nicht kennt, mit dem er bisher noch kein Wort gewechselt hat? Wäre Claus Peymann, mit dem er sich vorübergehend überworfen hat, nicht doch der geeignetere Spielleiter gewesen? Werde es Dimiter Gotscheff glücken, das Traumspiel umzusetzen? Handke ist zuversichtlich. "Ich hoffe allerdings, dass nicht viel gestrichen wird. Schön wäre es, wenn das Stück über viele Stunden ginge. Ähnlich wie 1982 Wim Wenders' Inszenierung von ,Über die Dörfer', in der Salzburger Felsenreitschule, die fünf Stunden andauerte. Das gefiele mir: beinahe ein ganzer Tag ,Immer noch Sturm'. Aber das Stück hätte natürlich ans Wiener Burgtheater gehört, nicht unbedingt auf die Pernerinsel in Hallein."
Es gebe in den vergangenen Jahrzehnten, stellt er fest, kaum noch "große Theaterstücke", die sich auf den internationalen Spielplänen hielten, nichts, was man mit den Werken von Tennessee Williams, Eugene O'Neill, Edward Albee oder Harold Pinter vergleichen könne. "O'Neills ,Eines langen Tages Reise in die Nacht' etwa, wo gibt es heute Vergleichbares? Yasmina Reza? Das ist doch eher Boulevard. Ich würde mir schon wünschen, dass mein ,Sturm' so ein bleibendes Stück sein kann, in der Theatergeschichte."
Hauptfigur ist Peter Handkes Onkel Gregor, der in Maribor Obstbau studiert hat und damals ein ausschließlich in slowenischer Sprache geschriebenes Studienbuch verfasst hat. Auch dieser in braunes Packpapier eingewickelte Foliant befindet sich erst seit wenigen Jahren im Besitz des Neffen. Er bewahrt das Objekt an einer ungewöhnlichen Stelle auf: in einer der Ecken des Wohnraums, aufgeschlagen über der Alarmanlage. Ich hole das Buch von dort oben herunter, nehme im Fauteuil Platz, sieben Nähnadeln stecken da in der linken Sessellehne, Handke näht hier immer neue bunte Fäden ein.
Ich blättere in den mit feiner, gestochener Handschrift verfassten Seiten. Apfelnamen fallen auf, die heutzutage niemand mehr kennt, darunter aber auch die geläufige Apfelsorte Jonatan. Der "Apfelmensch" Gregor bekommt denn auch von seiner bereits bei den Partisanen untergetauchten Schwester Ursula den Decknamen Jonatan verpasst: ",Also: Ab heute heißt du Jonatan - wie eine deiner Apfelsorten. Und entsprechend wirst du aktiv werden!' Gregor-Jonatan, nach einem Schweigen: ,Apfelaktivist.'"
Peter Handke gibt mir zum Abschied einen Reinette-Apfel aus seinem Garten mit auf den Weg, gemäß dem Merksatz: "An Apple a day keeps the doctor away." - "Lass mich ja mit deinen Sprüchen in Ruhe", ruft er mir nach. Und dann winkt er noch einmal.
Peter Handke: Immer noch Sturm. Suhrkamp, Berlin. 165 S., 15,90 Euro.
Selbstportrait aus »Unwillkürlichen Selbstgesprächen« hat Peter Handke einmal die Collage aus Gedanken, Fragen und Aphorismen genannt, die oft beim Spaziereng entstehen. FOCUS druckt unveröffentlichte Miniaturen
»Kein Grund zur Freude. Also freue dich!«
»Alles kann Tanz sein.«
»Wer jetzt stirbt, hat den Weltuntergang nicht erlebt. Schade!«
»Publikum verdirbt.«
»Liebe, wem Liebe gebührt.«
»Ich bin irgendeinmal stehen geblieben, und dort, wo ich stehen geblieben bin, ist gar nichts. Ich tue nur so.«
»Lass dich rühren!«
»Ich muss mich schwer machen, um leicht zu werden.«
»Besser Schuldgefühl als schlechte Laune.«
»Du hast solch einen schönen Namen und redest solch einen Unsinn.«
»Alleinsein bildet.«
»Man muss woanders sein.«
»Halte nur einmal inne, und so wird deine Seele gesund.«
»Sich seinen Teil denken genügt nicht.«
»Mach Gutes!«
»Wie schön bin ich geworden vom Lange-nicht-in-den-Spiegel-schauen!«
»Ich werde erst interessant sein, wenn ich dahin bin.«
»Mehr Vaterlose! Bahn frei für die Vaterlosen!«
»Ich bin nur zufällig hier.«
»Ach, Liebe, wo steckst du? Wo versteckst du dich?«
»Eine Frau ist da zum Aufblicken. Eine Frau? Nein, ein Kind.«
»Die Hölle wieder einführen!«
»Irgendwann hat man genug von all den eingebildeten Versagern.«
MICHAEL ROLOFF
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